Karate und Aikido

Karate … Was ist das?

 Allgemein
Kara Te Do
(Leer) (Hand) (Weg)

„Karate“ ist ein japanisches Wort und bedeutet „leere Hand“. Der Übende trägt keine Waffen, er trainiert seinen Körper und seinen Geist. Das „leer“ bezieht sich hierbei auch auf die innere Haltung, der Geist soll offen sein, konzentriert und aufmerksam. Das bereitet den Karateka auf den Ernstfall (und auf den Alltag) vor, damit er stets angemessen und verantwortungsvoll handeln kann.

Nicht Sieg ist das Ziel, sondern die charakterliche Weiterentwicklung.

Durch seine Vielseitigkeit fördert Karate die Gesundheit und ist praktisch für jedes Lebensalter geeignet

Stilmerkmal
Karatestil Wado-Ryu „Schule für den Weg des Friedens, Harmonie“. Eine der 4 großen Karatestile in Japan. Der Stil wurde 1939 von Otsuka, einem Schüler Funakoshis, gegründet. Er zeichnet sich durch kurze Schritte, geringerer Endspannung und schnelle Bewegungsfolgen aus. Viele Kata gleichen denen des Shotokan, jedoch wurden ihre ursprünglichen, z.T. chinesischen Namen beibehalten

Der Name Wado-Ryu (Wa = Frieden; Do = Weg; Ryu = Schule) zeigt an, daß sich diese Kampfkunst als Teil der japanischen Do-Künste versteht, deren Übungsziel der innere Frieden für den einzelnen und für die Gesellschaft ist. Die dem Wado-Ryu zugrundeliegenden Bewegungsprinzipien, wie z.B. Ausweichen und Mitführen der gegnerischen Technik bei einem Angriff, Eindringen in den Angreifer und Kontrolle des Gegners, sowie fließende Übergänge zwischen den einzelnen Techniken, sind denen der anderen japanischen Budokünste wie Kendo, Jodo oder Aikido verwandt. Technisch läßt sich Wado-Ryu wie folgt beschreiben:

Kampfführung und Technikausführung erfolgen möglichst rationell, wobei folgende Prämissen gelten:

– keine falsche und überflüssige Technik
– keine überflüssige Bewegung
– kein überflüssiger Kraftaufwand.

Abwehr bzw. Angriff und Positionsveränderung erfolgen gleichzeitig, so daß kein Zeitverlust eintritt, wobei die Kontertechniken immer auf vitale Punkte (Tsubo) des Angreifers gerichtet sind.

[Quelle: Karate – die offiziellen Regeln, Falken-Verlag]